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Leben auf der Müllhalde
Außerhalb von Gheorgheni in Rumänien lebt Maria mit ihren Eltern und Geschwistern in einer von vielen Romasiedlungen. Die meisten der Hütten sind notdürftig zusammengeschustert und weder regen- noch wetterfest. Die wenigsten verfügen über einen Stromanschluss. An nur einer einzigen Pumpe müssen rund 300 Menschen ihr Wasser für den täglichen Gebrauch holen. Sanitäre Anlagen gibt es nicht.
Am Rande der Gesellschaft, ohne festes Einkommen, verhasst und beschimpft von der Bevölkerung kämpfen sie so um ihr tägliches Überleben.
Ein Kind ohne Rechte
Viele Roma sind Analphabeten und leben in der Isolation. Kinder werden nur dann registriert und erhalten eine Geburtsurkunde, wenn sie in einem Krankenhaus geboren werden, was bei ihnen oftmals nicht der Fall ist. Ohne Geburtsurkunde gibt es keinen Pass und ohne Pass existiert das Kind für die rumänischen Behörden einfach nicht.
Auch Maria hatte bis letzte Woche keine Ausweispapiere. Diese konnten mittlerweile durch große Anstrengungen von unserem Vor-Ort-Team in Rumänien besorgt werden, so dass eine Ausreise für Maria nun möglich ist.
Harte Umstände in Rumänien
Unter ihrer Erkrankung leidet Maria wahrscheinlich schon seit dem Kleinkindalter. Die Eltern hatten jedoch keine finanziellen Möglichkeiten, ihre permanten Beschwerden ärztlich abklären zu lassen. Eigentlich sollte Maria schon längst zur Schule gehen, aber es ging einfach nicht. Ihre ständigen Bauchschmerzen und häufigen Durchfälle machten ein normales Leben für sie unmöglich.
Die medizinische Versorgung in Rumänien ist leider bis heute nicht mit der deutschen vergleichbar und insbesondere den Romas werden aufwendige oder teure Diagnose- oder Behandlungsmethoden häufig verwehrt.
Kinder sind Geschenke Gottes
Seit rund 10 Jahren setzen wir uns für Kinder in Rumänien ein, insbesondere für solche, die unter extremer Armut zu leiden haben. Neben einem Patenschaftsprogramm, regelmäßigen Hilfsgütertransporten und einer jährlichen Weihnachtspäckchenaktion, betreiben wir eine Kindertagesstätte für Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen.
Mehr über uns erfährst Du auf unserer Internetseite unter www.daskunterbuntekinderzelt.de.
Medizinische Nothilfe
In unserem Projekt “Sorgenkind” kümmern wir uns um Kinder, die besondere medizinischen Hilfen benötigen. Wir besorgen Hilfsmittel, wie Prothesen oder Rollstühle, finanzieren Untersuchungen und Medikamente, sowie Operationen. Wenn eine Behandlung in Rumänien aufgrund der Schwere einer Erkrankung nicht mehr möglich ist, holen wir diese Kinder nach Deutschland, um sie hier entsprechend behandeln zu lassen. Bisher mussten wir jedoch erst einmal einen vergleichbar dringenden Rettungsflug organisieren. Für unseren kleinen Roland, der an einem Lymphangiom litt, war dies “Rettung in letzter Sekunde”. Die rumänischen Ärzte hatten ihn schon aufgegeben und gaben ihm nur noch wenige Tage zu leben.
Die Geschichte von unserem Sorgenkind Roland (2. August 2009).